Zur Startseite

Filmübersicht  Kino Klub K3  03.2018 - 07.2018

aus-dem-nichts-11-rcm950x0
Do. 08. März 2018 - 20:00 Uhr   A U S   D E M   N I C H T S
Deutschland/Frankreich  2017 - 106 min, Regie: Fatih Akin
Eine Frau verliert bei einem Bombenanschlag Mann und Sohn und verfällt in tiefe Depressionen. Die Täter werden vor Gericht gestellt, doch das Verfahren endet mangels Beweisen mit einem Freispruch, was den Glauben der Witwe an den Rechtsstaat zerstört. Der an den NSU-Anschlag 2004 in Köln angelehnte Film wechselt vom Melodram über einen Gerichtsfilm zum Rachethriller, wobei er sich durchgängig auf die Trauernde und ihre Gefühle konzentriert. Die heraus-ragende Hauptdarstellerin bewahrt den Film jederzeit vor dem Abgleiten in ein plakatives Politdrama. Erster Golden Globe siet 8 Jahren für Deutschland.

Casting_Plakat_mitStartDo. 12. April 2018 - 20:00 Uhr   C A S T I N G
Deutschland 2017 - 94 min, Regie: Nicolas Wackerbarth
Kurz vor Drehbeginn einer Neuverfilmung von Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ fürs Fernsehen sucht die Regisseurin noch nach der idealen Besetzung. Während sich beim Team langsam Nervosität ausbreitet und die sich vorstellenden Schauspielerinnen mit ihren Versagensängsten und Eitelkeiten kämpfen, findet der Anspielpartner im Casting immer mehr Gefallen an seiner Aufgabe. Improvisationskomödie, die durch Spielfreude und ein virtuoses Schauspielerinnen-Ensemble begeistert. Mittels der Fassbinder-Vorlage macht sie die Abhängigkeiten und Macht-Symmetrien in der Fernsehwelt deutlich, wobei sie geschickt den Unschärfebereich zwischen Fiktion und Leben, Person und Rolle nutzt.
https://www.casting-der-film.de/bilder.ph

beste-aller-weltenDo. 03. Mai 2018 - 20:00 Uhr   D I E   B E S T E   A L L E R   W E L T E N
Österreich/Deutschland 2017 - 99 min, Regie: Adrian Goiginger
Ein aufgeweckter siebenjähriger Junge wächst in einer Wohnsiedlung in Salzburg unter Drogenabhängigen auf, zu denen auch seine Mutter gehört. Ihrem Sohn zuliebe kämpft sie mit der Sucht, kann sich aber nicht aus dem Teufels-kreis von Abhängigkeit und Perspektivlosigkeit lösen, während der Junge immer wieder in bedrohliche Situationen gerät. Ein hautnah inszeniertes Suchtdrama, das detailgenau und differenziert ein Bild der Abhängigkeit zeichnet. Die Härte des Sujets wird durch die liebevolle Mutter-Sohn-Beziehung abgefedert, die mit Blick auf eine Überwindung der Sucht ein utopisches Potenzial entfaltet. Die Tage des Dämons sind gezählt.

eine-fantastische
Do. 14. Juni 2018 - 20:00 Uhr   E I N E    F A N T A S T I S C H E  FRAU
Chile/USA/Deutschland/Spanien 2017  104 min, Regie: Sebastian Lelio

Der unerwartete Tod ihres älteren Partners konfrontiert eine junge chilenische Transgender-Frau mit der Verachtung der Gesellschaft. Während die Polizei ihr demütigende Fragen stellt, will die Familie des Toten sie mit Gewalt von der Beerdigung fernhalten. In die Außenseiter-Position gedrängt, sieht sie sich gezwungen, für ihr Recht auf Trauer zu kämpfen. Genau beobachtendes, kunstvoll gleichsam glaubhaft aufgebautes Drama, das eine außergewöhnliche Nähe zu seiner brillant verkörperten Hauptfigur erzielt. Ihr Kampf um Akzeptanz und das Recht auf ihre Trauer erscheinen realistisch und bewegend, während surreale Sequenzen und die Musik einfühlsam ihre Gefühlswelt widerspiegeln.

3-tage-in-
Do. 12. Juli 2018 – 20:00 Uhr  3 T A G E   I N   Q U I B E R O N
D/A/F 2018 115 min., Regie Emily Atef 

"Romy Schneider wollte erzählen, wer sie wirklich ist"
Einfühlsam erzählt dieser, mit 6 Lolas ausgezeichnete Film in Schwarz-Weiß von dem Interview, das Romy Schneider 1981 dem "Stern" gibt. Zu diesem Zeitpunkt hat sie sich in eine als Hotel getarnte Entzugsklinik an der franz. Atlantikküste zurückgezogen.
In ihrem Zustand extremer Verletzbarkeit hat sie Ihre Jugendfreundin Hilde eingeladen.
Der ehrgeizige Journalist wird begleitet von dem Fotografen Robert Lebeck, der das Vertrauen und die Freundschaft Romys genießt.
Der Interviewer betrachtet sich als Vertreter der deutschen Öffentlichkeit, die R. Schneider immer noch als "Sissi" sieht und ihr die Hinwendung zum franz. Kino nicht verziehen hat.