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Fotos: Kathleen Jahn

Kunst im öffentlichen Raum 2017 des Kunstvereins

Nasan Tur. Schalung

Mörikeanlage, Göppingen
(nahe der Kreuzung Kantstraße / Mörikestraße)

„Schalung“ ist eine Skulptur, die nicht aus einer Eigenständigkeit erschaffen worden ist. Sie ist eher eine Reflexion einer schon bestehenden, sehr umstrittenen und geschichtlich stark aufgeladenen Skulptur. Eine Reflexion, die zu einer Spiegelung von Form und Größe führt, jedoch diese, durch ihre kritische Analyse der Themen wie die der machtpolitischen Funktionalisierung von Kunst und Geschichte, bricht und den vergangenen und gegenwärtigen Missbrauch als eigentliche Geste zur Schau stellt.

Durch diese inhaltliche Aufladung wird sie zu einer souverän autonomen Skulptur und löst sich von ihrer eigenen Entstehungsgeschichte ab. Gleichzeitig hinterfragt sie durch ihre Erscheinung als Verschalung, Überbauung, Ummantelung die Neutralisierung also die Entziehung von Kunst aus der Gesellschaft.

Sie ist eine Art „Anti-Skulptur“ und wird in Göppingen als Spiegelbild der Ausgangsskulptur präsentiert. Jedoch liegt ihr eigentliches Potenzial außerhalb dieses Ortes.

Als eigenständige Skulptur im Außenraum in Bezug nicht zu einer bestimmten, sondern zu allen existierenden Skulpturen im öffentlichen Raum und ihren erwünschten Funktionen.

Nasan Tur, 2017

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